Für die offene (stationäre) Jugendarbeit in der Kontaktstelle wird es entsprechend des Bedarfes konstante Öffnungszeiten geben. Hierbei werden Abendzeiten, Wochenendzeiten sowie Ferienzeiten berücksichtigt. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten wird es Projekte und Veranstaltungen geben, u.a. in Kooperation mit Schulen, Jugendverbänden, etc. In den Ferien werden gesondert Ferienprogramm und Jugendfreizeiten organisiert. Zusätzlich ist geplant, nach einer Bedarfsanalyse Beratungszeiten und Einzelfallhilfe anzubieten, die lösungszentrierte Kurzberatung und eine Vermittlung zu weiterführenden Hilfen und Einzelangeboten beinhaltet.

Mobil:

Mobile Angebote wollen Kinder und Jugendliche im Einzugsbereich Stadtgebiet Heinsberg erreichen. Mobile Jugendarbeit ist ein anwaltschaftliches, parteiliches, lebens- und adressatenorientiertes Arbeitsfeld der Jugendhilfe, welches unterschiedliche Handlungsansätze und -prinzipien der Sozialarbeit, nämlich aufsuchende, mobile Arbeit, Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit, in einem sozialpädagogischen Handlungskonzept vereint.
Die mobile (aufsuchende) Jugendarbeit wird im Lebensraum der Jugendlichen präsent sein. Hier gilt es Erfahrungswerte zu sammeln. Auch hier wird es Beratungsmöglichkeiten geben, die lösungszentriert und lebensweltbezogen angeboten wird. Außerhalb der regulären Arbeit ist eine Anwesenheit bei öffentlichen Veranstaltungen geplant, wie auch Ferienprogramm und Jugendfreizeiten.

Grundlagen.

Die Grundlage für die Ökumenische Offene und Mobile Kinder- und Jugendarbeit in Heinsberg hat verschiedene Bezugsquellen.

Kirchlicher Auftrag:

In der Verpflichtung auf unser christliches Gottes- und Menschenbild wird jeder Mensch als Geschöpf Gottes gesehen, einzigartig und von Gott geliebt. Die Offene und Mobile Jugendarbeit bemüht sich, diese Einstellung erfahrbar zu machen und die Jugendlichen zu befähigen, Verantwortung für sich und für ihren Nächsten zu übernehmen. In dieser Grundhaltung wird die Jugendarbeit ein wertschätzendes und respektvolles Menschenbild vermitteln, das in der Arbeit mit den Jugendlichen, dem Träger und den Kooperationspartnern zum Ausdruck kommt.
Wir sind als Christen davon überzeugt, dass jeder Mensch Fähigkeiten und Kräfte in sich trägt, die es ihm ermöglichen, Ideen und Lösungen für ein Leben zu finden, das ihn zufrieden stellt. Hierbei unterstützen und begleiten wir die Kinder und Jugendlichen.

Gesetzliche Grundlagen:

Die gesetzliche Grundlage der Offenen und Mobilen Jugendarbeit in Heinsberg fußt auf dem Paragraphen 11 des SGB VIII (KJHG). Demnach ist die Jugendhilfe zur Bereitstellung von Angeboten der Jugendarbeit verpflichtet. Dies bezieht ausdrücklich alle Kinder und Jugendlichen ein und zielt nicht nur auf individuell beeinträchtigte oder sozial benachteiligte junge Menschen ab. Die Angebote "sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen" (Stichwörter: Partizipation, Emanzipation und Integration).
Des Weiteren berücksichtigt die Offene und Mobile Jugendarbeit in Heinsberg folgende gesetzliche Grundlagen:
Die Jugendarbeit ist als Leistung der Jugendhilfe nach den Paragraphen § 11(Jugendarbeit) § 13(Jugendsozialarbeit) und § 14 (erzieherischer Kinder - und Jugendschutz) SGB VIII (KJHG) zu sehen.
Die einschlägigen Bestimmungen des Kinder- und Jugendfördergesetzes NRW (3. AG-KJHG-KJFöG) finden ebenfalls Anwendung.
Integraler Bestandteil der Offenen und Mobilen Jugendarbeit sind insbesondere die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nach § 8 KJHG und den Grundrichtungen der Erziehung sowie Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen nach § 9 KJHG.
Grundlage der Arbeit sind die Grundlagenpapiere zur Offenen Jugendarbeit in NRW von öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen sowie der Beschlüsse der gemeinsamen Synode der Bistümer Deutschlands: "Ziele und Aufgaben kirchlicher Jugendarbeit" und der Landessynode der evangelischen Kirche im Rheinland.

Vereinbarung nach §§8a, 72a SGB VIII:
Die Konkretisierung des Schutzauftrages in der gesetzlichen Regelung des SGB VIII macht es erforderlich, gemeinsame Verfahrenstandards zu einem umfassenden Schutz von Kindern und Jugendlichen festzulegen. Zwischen dem Jugendamt der Stadt Heinsberg und den Trägern der Offenen Jugendeinrichtung wird eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung in nächster Zukunft erarbeitet und wird damit Bestandteil des Vertrages zwischen Jugendamt Heinsberg und den jeweiligen Trägern.